Der
Träger der
Kinderbetreuungseinrichtung „Spatzennest“ ist der Elternverein.
Im „Spatzennest“ werden zwei
Krabbelgruppen zu je acht Kindern, im Alter von einem Jahr bis zur Kindergartenreife
und zwei alterserweiterte Kindergruppen
mit je 16 Kindern, im Alter von eineinhalb Jahren bis Schuleintritt mit jeweils zwei pädagogisch ausgebildeten Fachkräften geführt. In familienbedingten
Notsituationen nehmen wir auch Kinder unter einem Jahr auf.
Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7:00 bis 18:00 Uhr.
Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten verändert.
An Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen, sowie am 24. Dezember und am 31. Dezember ist die Einrichtung geschlossen. Wir haben keine Ferien, die Einrichtung ist ganzjährig geöffnet.
Jedes Kind muss für mindestens drei Wochen im Jahr beurlaubt
werden, dieses wird in Wochenblöcken vereinbart und schriftlich festgehalten.
Die Anwesenheit der Kinder ist derzeit noch nach ½, ¾ und Vollzeitbetreuung
gestaffelt. Die Betreuungszeiten werden zurzeit nach den Arbeitszeiten und
Bedürfnissen der Eltern fixiert. Änderung ab 1.9.2010:
Die Anwesenheit der Kinder ist von 7-13 Uhr, von 12-18 Uhr oder ganztags möglich. Genaueres siehe Preisliste! Änderungen vorbehalten.
Schwerpunkt in unserer pädagogischen Arbeit mit
den Kindern ist das gruppenübergreifende
Arbeiten, d.h. dass alle Bereiche, mit deren Ausstattung und Materialien
für Kinder jeden Alters konzipiert sind. Das Grundprinzip der Einrichtung
„Spatzennest“ ist, den Kindern durch die Altersmischung ein gegenseitiges
Lernen zu ermöglichen. Zwischen jüngeren und älteren Kindern entsteht ein Miteinander
und Voneinander, es entsteht eine Kommunikation. Dieses Prinzip gewinnt in
unserer Zeit immer mehr an Bedeutung, da Ein-Kind-Familien und Alleinerziehung
dominieren. Vertieft wird das gruppenübergreifende Arbeiten beim Erarbeiten von
Projekten, vorbereiten von Feste, beim Zubereiten der täglichen Jause, (wird
von Betreuerin und Kindern gemeinsam durchgeführt).
Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Kinder ganzheitlich zu
fördern und eine vorbildhafte, harmonische Umgebung zu schaffen. Grundlagen
hierfür sind Vertrauen, Akzeptanz, Liebe, Zuneigung und Geborgenheit, welche
bereits in der Phase der vierwöchigen Eingewöhnung zum Tragen kommen.
Vor jeder Eingewöhnung findet mit den Eltern ein
Informationsgespräch, in welchem die Räumlichkeiten, Betreuerinnen und Auszüge
aus dem pädagogischen Konzept vorgestellt werden, statt.
Den Eltern und deren Kind wird ein Schnuppertag empfohlen.
Die tatsächliche Eingewöhnungszeit
beginnt mindestens vier Wochen vor dem festgelegten Betreuungsbeginn. Die Anwesenheit einer Bezugsperson ist in den
ersten Tagen verpflichtend, die weitere Anwesenheit dieser Bezugsperson wird
individuell auf jedes einzelne Kind abgestimmt.
Die Kinder werden in dieser Zeit behutsam in den Tagesablauf
unserer Einrichtung integriert. Für unsere jüngeren Kinder dienen die
Theaterecke, die Puppenküche, sowie die Bauecke als Ausgangsbereich, von dem
aus sie nach individuellen Bedürfnissen selbstständig alle weiteren Bereiche
für sich entdecken können.
Um die Kinder altersspezifisch und bedürfnisgerecht zu
fördern, sind die Räumlichkeiten in unterschiedliche Bereiche gegliedert.
Auf ca. 26 m² befinden sich die Puppenküche und die Theaterecke,
in diesen Bereichen stehen den Kindern bereichsbezogene Spiel- und
Fördermaterialien, zur Verfügung.
In der Puppenküche haben die Kinder die Möglichkeit
Alltagssituationen nachzuahmen, diese zu begreifen und schließlich zu
verarbeiten. Fertigkeiten, die im täglichen Leben gebraucht werden, werden im
Spiel erworben und gefestigt.
Da die zur Verfügung gestellten Materialien von mehreren
Kindern gleichzeitig genutzt werden, bietet sich ihnen die Möglichkeit mit
anderen Kindern in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auseinander zu setzen.
So werden soziale und sprachliche Kompetenzen erworben und gefestigt. Es treffen Kinder unterschiedlichen Alters
aufeinander, es entsteht ein voneinander und miteinander lernen. Die Kinder
erfahren Rücksicht zu nehmen, aber auch sich durchzusetzen.
Im Bereich der Theaterecke wird den Kindern ermöglicht in
die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen. So können sie in der Rolle eines
Helden mutig sein oder als Pippi Langstrumpf Streiche aushecken. Ihre
Verwandlung können sie in einem großen Spiegel betrachten, dies stärkt das
Selbstbewusstsein und ein bewussteres Wahrnehmen des eigenen Körpers wird
gefördert.
Auf weiteren 36 m² befindet sich die Bauecke, in dieser werden den Kindern Bau- und Konstruktionsspiele
wie Lego, Bauklötze, Autobahnen, und vieles mehr bereit gestellt. Mit diesen
Spielen werden die Augen- und Handkoordination, sowie die Feinmotorik geschult.
Der Bewegungsbereich
ist 60 m² groß und bietet den Kindern Platz ihren natürlichen Bewegungsdrang
nachzukommen. Dieser Bereich ist mit folgenden Geräten und Gymnastikmaterialien
ausgestattet: Sprossenwand, Kletternetz, Langbank, Kreiseln, Bällen, und
einigen anderen.
Da der Zusammenhang von Bewegung und Gesamtentwicklung des
Kindes außer Frage steht, ist es für uns sehr wichtig, dass die Kinder
ausreichend Gelegenheit und auch die Möglichkeit haben sich zu bewegen. Das
Sammeln von Bewegungserfahrungen steht im Vordergrund, das heißt die Kinder
dürfen frei experimentieren, so kann jedes Kind in seinem eigenen Tempo lernen
und genau dort ansetzen, wo es in seiner Entwicklung steht.
Beim Experimentieren werden Tätigkeiten wie hüpfen,
springen, laufen, klettern, et cetera ausgeübt. Neben dem Experimentieren
bieten wir den Kindern auch angeleitete Turneinheiten an. Dabei werden
spielerisch die verschiedensten Fähigkeiten vertieft und erweitert, Aufgaben
gestellt und Kreativität gefordert.
Ca. 20m² stehen dem Didaktischen
Bereich zur Verfügung. Dieser ist für die Altersgruppen entsprechenden
Regel-, Trödel-, Steck-, Fädelspielen sowie Puzzles ausgestattet, welche die
Kinder je nach Bedürfnis mit oder ohne Betreuerin spielen. Die Kinder lernen
dabei die Farben und Formen kennen, auch die Selbstständigkeit, die
Feinmotorik, das Erfassen von Reihenfolgen und Spielregeln wird gefördert. Das
Miteinander spielen steht im Vordergrund, ebenso ist das „ Verlieren lernen“
ein wichtiger Prozess in der Entwicklung.
Angeboten wird ein eigener Musikbereich mit Orff-Instrumenten und selbstgebauten Instrumenten.
Die Kinder haben gelenkten und freien Zugang zu diesen um die Handhabung derer
kennen zu lernen. Durch Ausprobieren und Experimentieren erfahren die Kinder
die Klangwelt (hohe, tiefe, laute und leise Töne) Klanggeschichten, Rhythmik,
Tänze und Liederbegleitung werden in diesem Bereich gefördert. Unseren Kindern
stehen gemütlich eingerichtete 20m² zur Verfügung.
Für unsere Kinder wurde eine Bibliothek mit 18,5m² eingerichtet, diese ermöglicht den Kindern
den freien, ungezwungenen und ungestörten Zugang zu Büchern. Bücher geben den
Kindern immer wieder Anregungen für eigene Aktivitäten (zum Beispiel
„Rollenspiele“) und Fantasiereisen. Bücher verstärken die Ausdrucksweise,
fördern die eigene Kreativität. In der Bibliothek treffen sich die Kinder
unterschiedlichsten Alters woraus ein Miteinander und Voneinander lernen
entsteht.
Wichtig für den Alltag unserer Kinder ist der Ruheraum mit 11m², dieser bietet den
Kindern die Möglichkeit sich zurückzuziehen um für sich alleine zu sein.
Gesehenes und Gehörtes zu verarbeiten, einfach die Seele baumeln zu lassen oder
Energie für weitere Aktivitäten zu tanken. Unter Anleitung und in angemessener
Atmosphäre finden sanfte Meditationen und Sinnesübungen statt. Auf das
Bedürfnis einzelner Kinder zu kuscheln wird in diesem Raum eingegangen. Übungen
zur Stille und zur Vorstellungsbildung werden durch Geschichten angeboten.
In 48,30m² ist der Mal-, Kreativbereich mit Werkstatt eingerichtet. Im Mal-, und Kreativbereich
können die Kinder ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Der Zugang
zu einem vielfältigen Materialangebot wie Wasser, Flüssigfarbe, Buntstifte,
Papier, Karton und sogenannten wertlosen Materialien regt Kinder zu
individuellen Gestalten an. Die Materialien werden nach Bedarf, Bedürfnis,
Jahreszeiten und Förderangebote bereichert. Die Kinder lernen mit Werkzeugen
wie Pinseln, Walzen, Stempeln, Kleber, Schere umzugehen. Die Kinder werden in
ihren Fähigkeiten unterstützt und erlangen dadurch neue Ausdrucksformen und
Grunderfahrungen kennen. Die Feinmotorikschulung und der umsichtige Umgang mit
den verschiedenen Materialien ist ein wichtiger Schwerpunkt im Kreativbereich.
In der Werkstatt wird mit den unterschiedlichsten
Materialien wie Holz, Stein, Pappe, gearbeitet und kleine Kunstwerke in Einzel-
und Gruppenarbeit geschaffen.
Gemeinsame Arbeiten fördern den sozialen Umgang, es wird
kommuniziert und die verschiedenen Altersgruppen lernen voneinander, zum
Beispiel das Durchsetzen und auch das Zurücknehmen eigener Ideen und
Vorstellungen. Durch die Einzelarbeit wird individuell auf Bedürfnis und
Geschicklichkeit jeden einzelnen Kindes eingegangen. Beim Werken an festen
Materialien werden auch Aggressionen abgebaut.
Eine Anlage mit Grün-,
und integrierter Asphaltfläche steht unseren Kindern für die Bewegung und
Aktivitäten in der frischen Luft zur Verfügung. Ausgestattet mit Schaukeln,
Rutschen, Sandkisten und Sitzgelegenheiten können sich die Kinder im
Außenbereich aufhalten.
Die Kinder erleben bei Spaziergängen und Ausflügen die Natur
und den bewussten Umgang mit dem näheren Umfeld. Die Pflanzen- und Tierwelt
wird erforscht.
Schriftliche
Teamarbeit:
Wöchentliche Teamsitzungen werden protokolliert
Planung der Themenschwerpunkte
Planen der Aktivitäten und Feste
Schriftliche
Arbeitsdokumentation:
Die Arbeitsdokumentation ist auf unsere Arbeit und deren
Kriterien abgestimmt, wie die Kinderbeobachtung und deren Reflexion
Elternarbeit:
Eltern – Kind – BetreuerInnen sind ein Team. Die Eltern
werden in persönlichen Gesprächen, durch Elternbriefe, durch Aushang an der
Infotafel, an Elternsprechtagen, Fotos mancher Aktivitäten über unsere Arbeit
informiert.
Fort
-, und Weiterbildung:
Den Fachkräften stehen fünf Tage berufsbezogene Fort - und
Weiterbildung von verschiedenen Institutionen zu.
Kontakte halten wir zu AVOS, dessen Gesundheitserzieherinnen
zweimal jährlich in die Einrichtung kommen. Sie erarbeiten mit den Kindern die
Ernährung und zeigen die richtige Pflege der Zähne.
Ebenso kommt eine Logopädin, die in einer Reihenuntersuchung
die Entwicklung der Sprache und Sprachmotorik überprüft
Die Einrichtung bietet noch einige Zusatzräume wie:
Personalraum, Sanitärräume, Lagerräume, Garderobenraum der
Kinder, Essbereich, Küche, Besprechungszimmer, und einen gemütlichen
Sitzbereich für die Eltern.
Öffentlichkeitsarbeit:
Der Verein Spatzennest (Betreuerteam und Eltern)
veranstaltet jährlich einen Kleinkinder-Fasching und einen Kreativworkshop.